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 Daer Tawar | großer Wald

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BeitragThema: Daer Tawar | großer Wald   Mo Jun 13, 2016 6:02 pm

Daer Tawar
Der große Wald




›Daer Tawar – Der große Wald‹ ist ein Paradies für Wölfe und viele andere Tiere. Nach dem Fall der Menschen hat sich die Natur den Wald in atemberaubender Geschwindigkeit zurückgeholt.

Noch sind die Bäume nicht wieder so groß und alt, wie sie es einst waren, doch die Monokulturen und die Ordnung, die der Mensch geschaffen hatte, verschwinden allmählich. Besonders gut gedeihen die noch jungen Gebiete, die beim Niedergang gebrannt haben und so vollkommen neu entstehen konnten. Dichte Büsche durchziehen diese Regionen und viele kleine Tümpel sind das Revier von Fröschen, Enten und einer Vielzahl anderer Tiere geworden.

Viele alte Minen und Schutzräume sind nun das Quartier von Füchsen, Dachsen, Bären und natürlich auch Wölfen. In einigen finden ganze Rudel platz, in anderen nur einzelne Tiere. Doch unter der Erde war die Natur noch fleißiger als darüber. Die mächtigen Wurzeln der Bäume haben die Mauern gesprengt und Wasser hat den Boden verändert, so dass er kaum mehr als menschengemacht zu erkennen ist. Nur selten erinnern zurückgelassene Gegenstände an die Erbauer dieser künstlichen Höhlen.

Der Wald wird erhellt vom Singen der Vögel und dem Summen der Insekten. Das Geplätscher von kleinen Bächen und teils auch sehr mächtigen Flüssen durchtränkt das Blätterdach der Bäume und Büsche und am Abend, wenn der Mond hoch am Himmel steht, heulen die Wölfe der benachbarten Reviere einander zu.

Doch Wald ist nicht das Einzige, was dieses Gebiet prägt. Gleich zwei gewaltige Gebirge begrenzen es im Osten und Norden. Hier folgt die Natur ganz anderen Gesetzen und es leben weniger Tiere in diesen Gebieten. Dennoch sind sie keineswegs Ausgestorben. In diesen steinige Höhen dominieren Nadelbäume das Landschaftsbild, die jedoch mit steigender Höhe ebenfalls weniger werden. Bergziegen und verwilderte Schafe und Rinder leben in diesen Regionen und so ist durchaus Beute vorhanden, doch ist es für Wölfe viel schwieriger, sie auf diesem Terrain zu erlegen.

Noch eine weitere Besonderheit befindet sich in Daer Tawar. Es ist die große Stadt der Menschen. Sie wurde schon vor dem endgültigen Fall verlassen und nur sehr selten verirrt sich heute noch einer der wenigen verblieben Menschen dort hin. Viele Tiere meiden diese Gegend instinktiv, da sie fremd und unwirklich wirkt. Nur wenige Einzelgänger leben dauerhaft dort und noch weniger wissen etwas über die Vergangenheit dieses faszinierenden und gefährlichen Ortes.



Die Wälder



Wie der Beiname ›Der große Wald‹ bereits erkennen lässt, ist Daer Tawar von Wäldern überzogen. Nur selten trennen Felder und Ebenen die Bäume voneinander und die meisten dieser Landstriche wirken eher wie zu groß geratene Lichtungen. Es verschiedenste Arten von Wald. Laub und Mischwälder mit alten oder jungen Bäumen, Nadelwälder die meist nur wenige Baumarten beherbergen und auch Gebiete, die mehr aus Gestrüpp, denn aus ausgewachsenen Bäumen bestehen.

Die unterschiedlichen Wälder beherbergen auch unterschiedlich Beutetiere. Das Angebot ist reich und nur selten muss man weit Laufen, um in ein angrenzendes Gebiet mit anderer Vegetation zu gelangen.

Viele kleine Flüsse durchziehen die Wälder und an einigen stellen, an denen das Wasser sich staut, entstehen kleine Teiche und Tümpel, manchmal sogar kleinere Seen. Neben Fischen leben hier auch eine Vielzahl von wasserliebenden Vögeln.



Späherberge



Die Späherberge sind ein schöner Ort zum Leben. Nadelholz ist hier die Regel und in den dichten Wälder mit den klaren Gebirgsbächen fühlen sich nicht nur Wölfe wohl. Menschen haben hier nie viele gelebt, da das Terrain für sie zu schwierig war und so sind die Wälder hier die ältesten, dichtesten und größten von Daer Tawar.

Alles ist hier hüglig, wenngleich es kaum größere Klippen gibt. Kleinere Wasserfälle und Täler, in welche die Sonne teils nur wenige Stunden am Tag ihr Licht schickt, findet man überall. Auch weite Täler, die ringsum von Bergen begrenzt sind, gibt es hier.

Ein besonderer Ort ist der große Damm, denn die Menschen erbaut hatten um das Wasser zu beherrschen. Er brach vor mehr als einer Dekade und die Spuren der Verwüstung sind noch immer zu sehen. Auf dem ehemaligen Seegrund gedeiht neues Leben, wie an kaum einem anderen Ort, während der Fluss, durch den das Wasser abfloss noch immer eine Unmenge toten Holzes birgt. Nur direkt hinter dem gebrochenen Damm gibt es keine Toten Bäume. Hier floss das Wasser mit solcher Kraft, das nicht stehen oder hängen blieb, das noch von dem Ereignis künden könnte.



Hochplateau

Das Hochplateau ist ein monumentales Gebirge. Der große Fluss Sirion nimmt hier seinen Ursprung, gespießt vom Gletscherwasser, das im Sommer taut und im Winter neu entsteht. Nur in wenigen Jahren tauen die Gletscher auf den Spitzen dieses Gebirges ganz ab und wenn dies geschieht, dann überflutet der Sirion meist große Landstriche.

Einzelne Wölfe, die sich auf den Weg in dieses Gebirge machen, erreichen schon bald die Baumgrenze. Nur wenige haben sich je weit über diese hinaus gewagt. Es gibt dort so gut wie keine größeren Tiere mehr, nur kleine Nager können noch als Nahrung dienen und so ist es ein zu schweres Terrain zum Leben, als dass ein Wolf die freiwillig tun würde.



Der Sirion



Der große Fluss Sirion bahnt sich seit Jahrhunderten seinen Weg durch den großen Wald. Seinen Ursprung hat er im Hochplateau, wo er bei warmem Wetter von den schmelzenden Gletschern gespeist wird. Dies ist auch der Grund dafür, das sich sein Wasserstand ganz anders verhält, als der gewöhnlicher Flüsse. Je mehr Sonnenschein herrscht, desto höher steigt sein Wasser. Starker Regen lässt den Fluss ebenfalls anschwellen, doch meist weniger, als schönes Wetter.

Dennoch, die Sonne ist mächtig und in den seltenen Jahren da sie die Gletscher ganz verschlingt, führt der Fluss im Herbst kein Wasser mehr. Überhaupt ist er stark an die Jahreszeiten gebunden. Überschwemmt er im Frühling und Sommer die Wälder und sucht sich neue Wege durch die Landschaft, so besinnt er sich im Herbst auf seinen alten Verlauf und lässt alles außerhalb seiner Ufer unangetastet. Im Winter fließt das Wasser vielerorts so langsam, dass der Sirion schon bei leichtem Frost gefriert. Dann legt sich Stille über das Land, bis im nächsten Frühjahr das Rauschen der Wellen den Wald erneut mit unbezähmbarer stärke erweckt.

Erst hinter der großen Stadt vereinigt sich der Fluss mit jenen aus den Späherbergen. Der weitere Verlauf trocknet nur sehr selten aus, doch die Gewalt des schmelzenden Wassers aus geschmolzenem Gletschereis ist auch dort zu spüren, wenn du Sonne der Welt zu viel Wärme schenkt.

Die Tiere des Waldes lieben und hassen den Sirion. Sie lieben ihn, weil er die Quelle ist, die den Wald und somit sie selbst ernährt und sie hassen ihn, weil er ein Fluss der extreme ist. Er kann Leben nehmen, wenn er zu viel und wenn er zu wenige Wasser mit sich führt. Bei Trockenheit sind es die kleinen Seen, in denen das Wasser des Sirion sich staut, die den Tieren als Überleben ermöglichen, ohne dass sie weit umherziehen müssen. Für die vielen Fische bedeutet die Trockenheit jedoch fasst immer den Tod.



Die große Stadt

Die große Stadt ist ein faszinierender und gefährlicher Ort. Einst war sie die mit Abstand größte Stadt der Menschen weit und breit, doch nun ist sie verlassen. Nur sehr wenig haben die Menschen bei ihrem Fortgang mitgenommen und so ist dies einer der wenigen Orte, an denen das Vermächtnis der Menschen noch immer zu erkennen ist.

Einige ihrer alten Technologieren funktionieren hier noch immer. Die Beeindruckendste ist wohl der Überflutungsschutz. Wenn der große Fluss Sirion, der die Stadt teilt, in einem heißen Sommer über die Ufer zu treten droht, öffnen sich die Zugänge zu den unterirdischen Wasserwegen der Stadt. Früher rauschte das Wasser dann lautlos durch die Katakomben unterhalb der Stadt hinweg, doch heute geht ein Donnergrollen durch die ehemaligen Straßen, wenn sich die Tore öffnen und die Tunnel überfluten. Es ist eine gefährlich Erfindung, denn nichts warnt mehr davor, wann das Wasser kommt, mit Ausnahme der Geräusche, die es selbst erzeugt. Doch wenn man diese hört, dann sind sie meist der Vorbote des nahen Todes…

Die alten Hochhäuser stehen noch und sie werden wohl auch noch viele Jahre stehen. Schimmel und Fäulnis öffnen die Türen, die einst den Zugang verwehrten. Die neuen Bewohner sind Mäuse, Ratten, Katzen und ein Vielzahl anderer Tiere, die sich die Menschenwerke zu nutze machen, ohne sich ihrer zu fürchten.

Außerdem gibt es Bauwerke in der Stadt, deren Sinn sich keinem Tier erschließen konnte. Bauwerke, die so beständig waren, das ihnen die Jahre offenbar nichts antun konnten. Maschinen gibt es dort, die noch immer funktionieren würde, wenn man sie nur anschalten könnte, doch das alte Wasserkraftwerk, dass die Energie für die Industriegebiete lieferte, wurde abgeschaltet, ehe die Menschen gingen. Genau wie das Hochwassersystem ist es jedoch noch immer intakt, man müsste es nur wieder einschalten und schon würden viele Vorrichtungen der Stadt ihre alte Arbeit wieder aufnehmen.

Das sich dauernd drehende Riesenrad, die Rolltreppen in den Häusern, die Lichter in den Gebäuden und auf den Straßen und auch die autonom fahrende Stadtbahn, die keine Schienen benötigt, weil die Energie aus dem Boden eingespeist wird. Einige der Bauten besitzen auch eigene kleine Speicherkraftwerke, die ebenfalls noch funktionieren und teilweise auch noch immer geladen sind.


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