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 Fern Ardhon | tote Steppe

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BeitragThema: Fern Ardhon | tote Steppe   Mo Jun 13, 2016 6:05 pm

Fern Ardhon
Die tote Steppe


Fern Adhorn – Jene welche, nur die Teile im Süden sahen, nennen sie auch: ›Die tote Steppe‹. Doch jene, die schon einmal dort waren, beschreiben das Land als ein lebendiges, vielschichtiges Areal in unserer Welt. Selbst die kahlsten Teile im Süden von Fern Adhorn haben genauso etwas Lebendiges an sich, wie die saftigen Wiesen im Norden. Man muss nur genau hinsehen.

Fern Adhorn wirkt nicht nur vollkommen verwildert und gottverlassen, es ist auch genau das. Weder Zweibeinerbauten oder Mauern, noch zugewachsene Straßen grenzen das Gebiet ein. Selbst in den Zeiten, als die Menschen noch über unsere Welt herrschten, hat sich niemand in diese unwirkliche Gegend gewagt. Verängstigt durch viele Geschichten und ihre angeborene Angst vor dem Unbekannten, konnten viele kleine Lebewesen hier lange überleben.

Wird das unsere neue Heimat? Die weiten Ebenen, ohne jegliche Eingrenzung von Bäumen die Schutz bieten können, das heiße Klima und das Fehlen von geeigneter Beute haben ihren Teil dazu beigetragen, dass hier kaum noch ein Wolf heimisch wird. Wenn man Glück hat, trifft man auf mürrische Einzelgänger, die das Leben in diesem Gebiet lieben und es für nichts aufgeben würden. Verbündete findet man unter ihnen jedoch nicht.

Im Norden, eingegrenzt vom mächtigen Sturmsee und dem Celon, findet sich noch das gleiche Bild wie in Pann Ennor, saftige, weite Wiesen über’s Land verstreute Baumgruppen und hin und wieder ein kleiner Fluss. Doch je weiter man in den Süden geht, umso mehr breitet sich das typische Bild Fern Adhorns aus. In der trockenen Erde erkennt man noch gut die Abdrücke kleinerer Huftiere und mächtige Geier feiern ihren Leichenschmaus in der Wärme der Steppe. Im Süden beginnt sich das Land wieder zu wandeln und unter die Kahlheit mischen sich nun felsige, weitläufige Gebiete.

Ausläufer des toten Gebirges ziehen sich durch das Land, machen das Leben noch schwieriger und unwirklicher. Auf den leblos wirkenden Steinen ist Beute rar und selbst die Pflanzenfresser haben es schwer, Nahrung zu finden. Das Land ist geprägt von struppigem, dürren Gras, das an fruchtbarere Tage erinnert. Sollte man es schaffen, hier zu überleben und die verrückten Gedanken einen dazu überreden können, das Gebirge zu überqueren, so wird man die Chance bekomme, einen Blick über die Weite des Meeres zu werfen. Das Meer Felais grenzt unmittelbar an die steil aufsteigenden Klippen, dem letzten Teil des toten Gebirges. Viele Wolfslängen reicht die steinerne Wand von den brechenden Wellen des Meeres, gibt einen einzigartigen Ausblick auf die Weite des Wassers.

Fern Adhorn – Die tote Steppe – unterscheidet sich so sehr von anderen Gebieten unseres Landes und doch haben sie alle eines gemeinsam: Sie geben Chancen auf eine neue Heimat.

Schon hallt ein Heulen durch das Gebiet und verschwommene Schatten zeigen:

Wir holen zurück, was uns zusteht!



Der Norden

Wirft man einen Blick über den Grenzfluss, den Strom Celon, kann man die Weiten und die grünen Wiesen von Pann Ennor sehen. Das Gebiet im Norden von Fern Ardhon, nahe dem fruchtbaren Land und im Einfluss der gleichen Witterung wie auf der anderen Seite des Flusses, zeigt ein schönes und einladendes Bild. Weite Wiesen und Felder, deren Gras immer noch vielen Pflanzenfressern Nahrung bieten. Vereinzelte helle Waldstücke, die sich in das Gelände einpassen und den nötigen Schutz verschaffen. Große Tierherden kann man hier antreffen, denn die Wiesen sind ein ideales Areal um Junge aufzuziehen. Wölfe haben es schwer, sich in dem offenen Gebieten heranzuschleichen, aber die großen Tiere locken sie immer wieder und verleiten sie dazu, den Weg nach Fern Ardhon zu wählen.

Allein das Fehlen von großen Flüssen verrät, dass die Landschaft im Begriff ist, sich zu verändern. Tragen einen die Pfoten weiter in den Süden, so werden die Bäche schmaler, bis sie schließlich vollends versiegen. Die Laubbäume weichen dichtem Gestrüpp und niedrig wachsenden Pflanzen. Das Gras verliert die grüne Farbe und verdorrt. Dieser Wandel ist im Sommer noch drastischer zu beobachten, denn das Brennen der Sonne beschleunigt den Vorgang. In den wärmsten Monaten scheinen sich die trockenen Gegenden auszubreiten und nähern sich bedrohlich dem Fluss. Das fruchtbare Land von Fern Ardhon ist spärlich gesät, wirkt wie eine Oase in der Wüste.



Der Süden

Wenn man in den nördlichen Regionen noch das frische Gras unter den Pfoten spüren kann, so wird es im Süden durch scharfe Steine und Felsen ersetzt. Das fruchtbare Leben starb in diesem Gebiet, kaum ein Baum ist zu sehen und keine Deckung könnte die Jagd erleichtern. Eine Jagd, die in diesen Landen auch so schon mehr als aussichtslos ist. Selten verirrt sich ein großes Tier in die weiten Steppen, denn nichts würde sie hier hinein treiben. Allein an den wenigen verbliebenen Wasserstellen, wie Überbleibsel aus einer besseren Zeit, blüht das Leben noch immer. Wenn Pflanzen es schaffen hier Fuß zu fassen, so kann man auch die verschiedensten Tiere antreffen. Etliche kleine Säuger, wie Mäuse, Hasen oder Kaninchen, aber besonders Echsen und andere wechselwarme Tiere leben hier. Die Schuppentiere zeigen zwar, dass hier das Leben möglich ist, aber sind als Beute für einen Wolf weniger geeignet. Die Jäger, die hier ihr Leben fristen, sind meistens allein unterwegs, sind Ausgestoßene, oder mürrische Einzelgänger. Sie lieben ihr Dasein, haben das Land kennen gelernt und würden es selten eintauschen. Verbündete oder Freunde findet man in ihnen selten, denn für ein Rudel würde die wenige Beute nicht genügen und so verteidigt jeder seinen Anteil.

Jeder kämpft in den glutheißen Senken des trockenen Landes für sich. Ein Platz für Heldentaten ist hier nicht gegeben. In den Sommermonaten wird es unerträglich heiß und die Sonne saugt auch das letzte Wasser aus den Quellen, Pflanzen und Tieren.



Grenzberge

Nichts geschieht ohne Grund und so ist auch die Trockenheit von Fern Ardhon nicht unbegründet. Die Wolken, welche meistens von Osten kommen, verharren an den steilen Berghängen und schaffen nicht den Weg zu jenen Gebieten, die das Wasser dringend benötigen. Die Wolken regnen so entweder auf der Ostseite der Grenzberge nieder oder wenn der Wind einmal aus Westen kommen sollte, dann sammelt sich das Wasser sehr nah der Berge und die Steppen bleiben trocken.

Man könnte diese hohe Bergkette als Verhängnis der toten Steppe sehen, aber ohne sie wäre auch nie das einzigartige Leben dort entstanden.

Hier ist das regenreichste Gebiet von Fern Ardhon und das sieht man auch an der Vegetation. Wäre der Boden besser, so würde man reichhaltige Wälder vorfinden, aber auf den felsigen Hängen finden nur vereinzelte Nadelbäume platz. Hauptsächlich wachsen hier niedrige Pflanzen, die von den hängenbleibenden Wolken und dessen Wasser profitieren können. Kleine bis mittelgroße Pflanzenfresser finden hier genügend Nahrung und sollte das Jagdgeschick ausreichen, so lohnt sich ein Weg auf die steilen Hänge um den Bergziegen und Steinböcken nachzustellen.



Totes Gebirge

Das Bild des Südens ist stark vom toten Gebirge und dessen Ausläufern geprägt. Wenn man in den trockensten Regionen nicht über endlos erscheinende Steppen wandelt, so hat man aufsteigende Felsen oder Gebirgsformationen im Blick. Es ist ein großes Gebirge, mitten im gottverlassenen Land.

Die langgezogenen Ausläufer des Massivs sind wie Begrenzungen um die lodernd heißen Tiegel der Steppe und selbst nichts weiter als Grate aus messerscharfen Steinen und Felsen. Tiefer in den Formationen, wenn das tote Gebirge mächtiger erscheint, erheben sich höhere Berge und die Senken und Schluchten bieten sogar Lebensraum. Nebelschwaden, welche vom Meer herauf ziehen, bleiben an den höchsten Bergketten hängen und sorgen zumindest für etwas Feuchtigkeit, zu ihren Füßen. Wo Wasser ist, und sei es noch so wenig, da ist auch Leben. Widerspenstige Pflanzen wuchern hier auf den Böden und bieten so zumindest etwas Schutz oder auch Nahrung. Kleinere Säugetiere, die sich dem harten Leben angepasst haben, finden hier eine Heimat.



Das Meer Felias

Das tote Gebirge hat kein angenehmes Ende, oder geht langsam in eine schönere Gegend über. Die meist leblosen Berghänge stürzen abrupt in die tosende Gischt des Meeres. Hier findet man keine Strände, kein einladendes Bild, dass zum Verweilen einladen würde. Die Klippen an den Ufern von Felais sind vielmehr das unwirklichste Gebiet von ganz Fern Ardhon. Wenn man an anderen Teilen der Steppe immer wieder Pflanzen und Tiere zu Gesicht bekommt, so sucht man hier vergebens. Kein trockener Grashalm säumt die Felswand, kein Vogel wagt es, hier zu nisten. Es ist trotz allem ein beeindruckendes Bild. Die Kilometerweite Klippe, die das Ende der Welt bildet und die nie ruhende Masse des Wassers.

So mancher Wolf stand schon am Rand der Klippe und blickte in das tosende Spiel der Wellen. So sehr wünschten sie sich, eine Pfote in das kühlende Nass zu halten, dass so sehr im Gegensatz von Fern Ardhon steht. Sie erstreben, ihren unersättlichen Durst zu stillen und der Qual der Trockenheit ein Ende zu bereiten. Genau diese Gedanken haben vielen bereits den Tod gebracht. Sie suchten einen Weg hinab, näher heran, an die Kühle des Wassers, aber sie traten fehl und vielen von den Klippen. Es gibt nur wenige Wege, die sicher sind und wenn wer es doch, wider aller Erwartungen hinunter schaffen sollte, der starb, weil er den Rückweg nicht mehr erklimmen konnte oder ihm das trügerische Salzwasser den Tod brachte.



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