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 Brêg Talan | wilde Ebene

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BeitragThema: Brêg Talan | wilde Ebene   Mo Jun 13, 2016 6:06 pm

Brêg Talan
Die wilde Ebene


Brêg Talan, welches auch ›die wilde Ebene‹ genannt wird, liegt im südöstlichen Teil unserer Welt und wird von den mächtigen, von uralten Wäldern überzogenen, Schattenbergen geprägt.

Zwischen den gewaltigen Berggipfeln, von denen manche behaupten, einige würden sogar bis in den Himmel ragen, liegen tiefe, schattige Täler, in denen die Sonne fast nur dann zu sehen ist, wenn sie am Höchsten steht. Dort herrscht ewiges Zwielicht und wer nicht die Augen einer Eule hat, sieht nicht nur nachts kaum mehr als Schatten durch das Unterholz huschen. Diese ewige Düsternis gab den Schattenbergen ihren Namen und lieferte Stoff für unzählige Mythen und Legenden, die sich nicht nur die Menschen ausdachten, aus Furcht vor dem Unbekannten und Geheimnisvollem.

Nur an den Ausläufern der Schattenberge haben die Menschen jemals ihre Siedlungen gebaut, denn tiefer trauten sie sich nicht in den Wald. Das mahnende Haupt des Schattengebirges lastete unbeugsam über allem und die Menschen hassten das Unzähmbare, denn sie konnten es nicht beherrschen.

Unberührt von den zerstörerischen Zweibeinern wuchsen die Wälder zu ungekannter Größe und schon vor dem Fall der Menschheit konnte man nirgends so gewaltige Eichen, Buchen oder Ahorne finden, wie jene, die die Hänge des Schattengebirges überziehen und die nur weiter oben, wo die Temperaturen sinken und der Laubwald in einen Nadelwald übergeht, von Tannen und Fichten verdrängt werden.

Nach Westen hin wird Brêg Talan durch den Sirion von der toten Steppe Fern Ardhon getrennt. Der mächtige Strom, welcher sich im Norden mit einigen Nebenflüssen aus dem Schattengebirge vereinigt, bietet Lebensraum für unzählige Fische oder sonstige Flussbewohner. Dieses Gebiet im Nordwesten Brêg Talans wird auch ›die singenden Klippen‹ genannt, da die tosenden Wassermassen der unzähligen Flüsse, welche aus dem Gebirge herabdonnern, noch über Meilen hinweg zu hören sind, als wollten sie ihre Klänge bis zu den Göttern selbst empor schicken. Nördlich von Brêg Talan liegt Daer Tawar, der große Wald, wo die Schattenberge in das Spähergebirge übergehen und sich die Schatten allmählich lichten. Im Süden schließlich, verschluckt das große Meer Felais alles Land und öffnet sich dem Horizont und einer unendlichen Weite, die einem Bewohner des Waldes, wenn nicht Angst, so zumindest doch Ehrfurcht einflößt.



Die Wälder

Die Wälder von Brêg Talan erstrecken sich über nahezu das gesamte Gebiet und überziehen sowohl die Schattenberge als auch die Klippen des Landes, die Singenden genauso wie die Schweigenden am Meer Felais. Unterhalb der Schneefallgrenze besteht der Wald aus uralten, mächtigen Buchen, Eichen und Ahornen, sowie Birken und Erlen, die den Waldboden mit ihren ausladenden Kronen sogar im Sommer in ewiges Dämmerlicht tauchen und kaum ein Geräusch nach außen dringen lassen. Aufgrund des geringen Lichteinfalls ist der Waldboden nur spärlich und wenn auch nur von Schattengewächsen wie Heidelbeeren oder einigen Kräutern und Moosen bedeckt.

In den ältesten Teilen des Waldes reichen die Bäume über hundert Wolfslängen in die Höhe und dem Besucher dieses Waldes kommt es vor, als wandle er durch eine riesige, grüne Halle, die von mächtigen Säulen getragen wird und deren Größe er niemals ganz erfassen können wird.

Oberhalb der Schneefallgrenze geht der Laubwald fließend in einen Nadelwald über, der vornehmlich aus Fichten, Tannen und Kiefern besteht. Durch die geringen Temperaturen werden die herabgefallenen Nadeln der Bäume nur sehr langsam zersetzt und bilden einen dichten Teppich auf dem Boden der fast alle Geräusche schluckt, als würde man über Watte laufen. Deshalb sind dort auch nur noch Moose vorhanden, die sich an die Stämme und Wurzeln der Bäume klammern, wo nur wenige Nadeln zu Boden fallen die ihre Existenz ersticken könnten.

Aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse kann man in Brêg Talan auch tagsüber Geschöpfe finden, welche anderswo nur nachts in Erscheinung treten. Sie sind besonders gut an das Leben in diesen Wäldern angepasst und stellen für jeden verirrten Wanderer eine Gefahr da, da die Dunkelheit ihr Element ist. In den oben gelegenen Nadelwäldern hat fast niemand eine Chance ihnen zu entkommen, denn zusätzlich zu ihrem besseren Sehvermögen kommt noch die Tatsache hinzu, dass der nadelbedeckte Waldboden all ihre Geräusche verschluckt und sie sich wie ein Geist von hinten auf ihre Beute stürzen können, bevor diese merkt, dass sie nicht mehr alleine ist…



Die Schattenberge

Die Schattenberge sind ein mächtiger Gebirgszug in Brêg Talan und seine Gipfel reichen teilweise weit bis über die Wolkendecke, weshalb die meisten glauben, sie würden bis in den Himmel wachsen. Zwischen den mächtigen Gipfeln erstrecken sich riesige Täler, die nur von den Schmelzwasserflüssen aus den Bergen bewässert werden, da diese sie von der Außenwelt abschotten und normalerweise keine Wolken über die Berggipfel gelangen können.

Ebenso hoch wie sie in den Himmel ragen werden die Schattenberge in der Tiefe von Höhlen und Tunneln durchzogen und einzig ihre Bewohner wissen, wie weitläufig diese Hallen unter dem Berg wirklich sind und welche Geheimnisse sie wohl verbergen. Wer allerdings in die tieferen Hallen vordringen möchte, der muss sich zuerst mit Bären und anderen Höhlenbewohnern herumschlagen, die sich in den Eingängen zu dem unterirdischen Reich niedergelassen haben.



Die singenden Klippen

Über die singenden Klippen erzählen sich die Wölfe seit jeher viele Geschichten, mehr als ein einzelner Wolf in seinem ganzen Leben jemals anhören kann und mehr als genug Geschichten um in einem langen Winter jede Nacht eine Andere erzählen zu können. Aber die Älteste von allen, jene, die vielleicht auch die wichtigste der Geschichten über die singenden Klippen ist, gerade diese kennt kaum noch ein Wolf und sie ist bereits fast vollständig in Vergessenheit geraten… Sie stammt aus der Zeit, in der sich die Wölfe von den Menschen trennten, oder die Menschen von den Wölfen, denn wie genau es von statten ging weiß heute niemand mehr.

Aber diese Geschichte beginnt noch etwas früher, bevor sich dieses verhängnisvolle Ereignis abspielte. Aus einer lang vergessenen Zeit also.

Damals lebten die Wölfe noch Seite an Seite mit den Menschen. Sie jagten zusammen und sie wohnten in einem gemeinsamen Lager. Ihr Bündnis machte sie stark und gemeinsam erkämpften sich Wolf und Mensch einen Platz in dem Gefüge der Welt. Niemals wieder sollte es so eine erfolgreiche Symbiose in der Geschichte der Welt geben…
Mit der Zeit vergaßen die Menschen, was sie den Wölfen alles verdankten und sie wurden überheblich. Irgendwann begannen sie den Wölfen Vorschriften zu machen und wiesen ihnen einen Platz am Rande des Lagers zu. Sie gaben ihnen nur noch die Reste ihrer Mahlzeiten und irgendwann begannen sie, die Freiheit ihrer ehemaligen Gefährten einzugrenzen indem sie Seile und Käfig bauten, um sie zu beschützen, wie sie sagten. Doch eigentlich bekamen sie nur Angst. Angst vor ihren eigenen Brüdern, weil sie anders dachten, anders aussahen. Damals geschah es, dass sich die beiden Rassen entfremdeten. Die Menschen strebten in ihrer Arroganz die alleinige Herrschaft über die Natur an und wollten sich alle Untertan machen, wogegen die Wölfe dem durch die Natur vorgegeben Weg weiter folgen wollten, ein Teil des großen Ganzen bleiben und sich nicht gegen das Erheben, was die Götter für sie vorgesehen hatten. Doch sogar unter den Wölfen gab es Zwistigkeiten und so kehrten einige von ihnen ihren Brüdern den Rücken und lebten fortan zu den Füßen der Menschen. Der Legende nach entstanden zu jener Zeit die singenden Fälle, denn die Götter selbst weinten um die verlorene Freundschaft, die die Menschen und die Wölfe so lange verbunden hatte und ihre Tränen so heißt es flossen aus den Schattenbergen hinab und stürzten über die steilen Klippen dem Sirion entgegen, der sie zum Meer bringen sollte. Noch heute erzählt man sich, dass das Tosen der Wasserfälle seinen Ursprung in den Wehklagen der Mondgöttin Cýron hat…



Das Meer Felais



Das Meer Felais, welches im Süden an die Klippen Brêg Talans brandet und seine Wellen immer wieder gegen die Küste des Landes wirft, erstreckt sich in alle Richtungen bis weit hinter den Horizont und ist in seiner unendlichen Freiheit ein eindrucksvoller Kontrast zu der Begrenztheit der Wälder. An den steil abfallenden Felsenklippen nisten Seevögel wie Möwen oder Kormorane, aber auch Beutereißer wie der Seeadler. Auf den schmalen Sandstränden am Grund der Felswände, aber auch auf einigen Sandbänken, die sich aus dem Meer erheben, leben Robben und zu bestimmten Jahreszeiten kann man etwas weiter draußen auf dem Meer einige Walfluken aus dem Wasser ragen sehen, wenn diese an der Küste vorbeiziehen.

Ihren Lebensraum im Wasser teilen sich die Robben außerdem das ganze Jahr über mit einigen Delfinen und einer regen Fischvielfalt, die vor allem im offenen Meer und an den eher seltenen Korallenriffen zu finden sind.



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